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Psychotherapie


Das Therapieangebot

ausschließlich psychodynamische bzw. tiefenpsychologische Psychotherapieverfahren (jedoch nicht Verhaltenstherapie).

1. Die "klassische" Psychoanalyse

2. Die Psychoanalytische (Langzeit-)Therapie

3. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP)

4. Psychoanalytische Kurzpsychotherapie (z. B. Fokaltherapie)


Das Therapieangebot

Es werden ausschließlich psychodynamische bzw. tiefenpsychologische Psychotherapieverfahren angeboten, jedoch nicht Verhaltenstherapie. Manchmal ist unklar, ob ein tiefenpsychologisches Verfahren oder eine Verhaltenstherapie nützlich sein könnte. In diesen Fällen kann durch eine Beratung geklärt werden, welche Behandlungsform am ehesten infrage kommt. In psychodynamischen bzw. tiefenpsychologischen Psychotherapieverfahren geht es immer um unbewusste Erlebens- und Verhaltensweisen, um unbewusste aktuelle Konflikte oder um charakterlich festgelegte, unbewusste Strukturen. Bei den Betroffenen führt das dazu, dass sie ihr Leben nur so einrichten und führen können, dass sie unter ihren eigentlichen Möglichkeiten bleiben. In der Regel sind vor allem ihre Liebes- und Arbeitsfähigkeit von den seelischen Einschränkungen betroffen.

Die klassische Psychoanalyse und die Psychoanalytische Psychotherapie sind intensiver. Daher verbindet sich mit diesen beiden psychoanalytischen Anwendungsformen auch eine weitergehende Erwartung an das Therapieergebnis: Sie haben eine umfassende Nachreifung der Persönlichkeit zum Ziel. Es sollen dadurch nicht nur die Symptome zurückgehen, sondern es soll im Idealfall zu einer vollständigen "Heilung" kommen. Eine so intensive Behandlung ist aber nicht für alle PatientInnen notwendig bzw. nicht immer sinnvoll. In diesen Fällen kann dann eine abwandelte psychoanalytische Anwendungsform besser wirksam sein.


1. Die "klassische" Psychoanalyse

Bei der klassischen Psychoanalyse, die von Sigmund Freud begründet wurde, liegt der Patient auf der Couch. Er wird aufgefordert, seine spontanen Einfälle und Gedanken mitzuteilen. Durch die "Freie Assoziation" ergeben sich neue Verknüpfungen von seelischen Inhalten; sie mussten unbewusst bleiben, weil sie mit früheren, unaufgelösten Konflikten und Ängsten zusammenhängen. Außerdem werden auch die Träume der Patienten analysiert, was am besten dann gelingt, wenn der Träumer / die Träumerin spontane Gedanken zu den manifesten Trauminhalten mitteilen kann. Diese Therapie dauert meistens zwei bis drei Jahre und manchmal auch länger. Sie findet 3 - 5-mal pro Woche statt. Von den Krankenkassen können in der Regel zwischen 160 und maximal 300 Sitzungen nach einem speziellen Bewilligungsverfahren finanziert werden.


2. Die Psychoanalytische (Langzeit-)Therapie

Hierbei handelt es sich um eine Psychotherapieform, die von der klassischen Psychoanalyse abgeleitet ist. Man könnte die Psychoanalytische (Langzeit-) Therapie auch als Modifikation der klassischen Psychoanalyse bezeichnen. Sie findet nur 1- bis 2-mal pro Woche (meistens) im Sitzen statt und wird vor allem dann angewandt, wenn PatientInnen beim Liegen unerträgliche Angst verspüren oder aus inneren Gründen sehr darauf angewiesen sind, den Therapeuten ansehen zu können. Gelegentlich führen auch berufliche Verpflichtungen der PatientInnen oder zu große Entfernungen zwischen dem Wohnort der Betroffenen und der Praxis dazu, diese Modifikation zu verabreden. Manchmal wird die Psychoanalytische (Langzeit-)Therapie auch im Behandlungsverlauf in eine klassische Psychoanalyse umgewandelt. Von den Krankenkassen können in der Regel zwischen 160 und maximal 300 Sitzungen nach einem speziellen Bewilligungsverfahren finanziert werden.


3. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP)

Diese Behandlungsform befasst sich mit den aktuellen inneren Konflikten der Betroffenen und manchmal auch mit der Art der Beziehung, die zwischen Therapeut/in und Patient/in entsteht. Die "Erinnerungsarbeit" im Hinblick auf die frühe Kindheit spielt meistens im Vergleich zur klassischen Analyse eine geringere Rolle. Dafür treten immer wiederkehrende Erlebens- und Verhaltensmuster, die auch aktuell störend sind, in den Fokus der Therapie. Sie werden aber vor allem im "Hier und Jetzt" erforscht und in geringerem Ausmaß auf die Kindheit - das "Damals und Dort" - bezogen. Im Gegensatz zu den höher frequenten analytischen Therapieverfahren werden bei der TfP auch häufig stützende Psychotherapie-Elemente stärker berücksichtigt. Die Anzahl der Sitzungen ist begrenzt auf etwa 50-80 Stunden. Die TfP wird wie die Psychoanalyse und die Verhaltenstherapie von den Krankenkassen nach einem speziellen Bewilligungsverfahren finanziert.


4. Psychoanalytische Kurzpsychotherapie (z. B. Fokaltherapie)

Die Psychoanalytische Kurzpsychotherapie ist auf 10-40 Stunden begrenzt und findet regelmäßig im Sitzen einmal wöchentlich statt. Sie ist entweder stark symptomorientiert bzw. bezieht sie sich auf ein spezielles (aktuelles) Problem. Das vorrangige Ziel ist der Rückgang der Symptome.


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